Die Fachsektionen

    1998 wurden den aktuellen Bedürfnissen entsprechend 4 Fachsektionen gegründet, um eine Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit sämtlicher mit dem Baugrund befasster Fachbereiche zu bieten.

    Die wesentlichen Aufgaben der Fachsektionen betreffen:

    • Koordinierung und Ausführung von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten
    • Veröffentlichung der gewonnenen Ergebnisse, insbesondere in der vereinseigenen Zeitschrift „Geomechanik und Tunnelbau“
    • Koordinierung und Abhaltung von Vorträgen, Konferenzen und Fortbildungsveranstaltungen
    • Mitgestaltung des jährlich stattfindenden Geomechanik Kolloquiums
    • Erfahrungsaustausch mit ausländischen Fachleuten und Mitarbeit in internationalen Vereinigungen und Arbeitskreisen

    Bodenmechanik und Grundbau

    Leiter: Helmut SCHWEIGER
    Stellvertreter: Martin MOSER

    Die Fachsektion hat folgende aktive Arbeitsgruppen:

    Arbeitsgruppe „Parameteridentifikation“

    Arbeitsgruppe „Sondierungen“

    Arbeitsgruppe „Parameteridentifikation“

    Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine praxisnahe Empfehlung für die Durchführung von geotechnischen Berechnungen zu verfassen. Dies umfasst Empfehlungen für die Auswahl eines geeigneten Rechenmodells, die Bestimmung der dafür erforderlichen geotechnischen Parameter und die Festlegung von Rechenkennwerten. Der potenzielle Nutzen der geplanten Empfehlung liegt darin, Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Berufspraxis, die mit geotechnischen Berechnungen betraut sind, bei der Wahl der Berechnungsmethode zu unterstützen. Einen wesentlichen Teil der Empfehlung soll auch eine Entscheidungshilfe zur Wahl des zu verwendenden Stoffgesetzes für unterschiedliche geotechnische Aufgabenstellungen einnehmen. 

    Der Inhalt der geplanten Empfehlung ist angelehnt an die Vorgehensweise in der Praxis und soll sich in folgende Hauptabschnitte gliedern:

    1. Wahl von Berechnungsmethode und Stoffgesetz 

         Ergebnis: Entscheidungshilfe für Berechnungsmethode und Stoffgesetz

    2. Wahl von Versuchen zur Bestimmung der geotechnischen Parameter

         (Feldversuche und Laborversuche)                      

         Ergebnis: Entscheidungshilfe für Versuche zur Parameterbestimmung     

    3. Ableitung von Rechenkennwerten aus den Versuchsdaten

    Mitglieder der Arbeitsgruppe:

    • Markus Brandtner (IGT - Salzburg)
    • Florian Scharinger (GDP ZT - Graz)
    • Erich Saurer (Skava Consulting ZT-GmbH - Salzburg)
    • Ansgar Kirsch (FH Aachen - Deutschland)
    • Franz Tschuchnigg (TU Graz – Graz)

    Kontakt: franz.tschuchnigg@TUGraz.at

     

    Arbeitsgruppe „Sondierungen“

    Österreichweit weisen mit Salzburg, Zell am See, Klagenfurt und Bregenz für die Immobilien- und Tourismusbranche bedeutsame Ballungszentren gering tragfähige schluff-dominierte Untergrundverhältnisse auf. Die für jede Detailplanung grundlegende Entnahme ungestörter Proben zur vertieften Untersuchung derartiger Böden im Labor ist nahezu unmöglich, weshalb die daraus abgeleiteten Kennwerte das in-situ Verhalten im Allgemeinen nicht ausreichend abbilden. Folglich können bei einer Fehleinschätzung der Bodenkennwerte einerseits Bauwerkschäden hervorgerufen oder andererseits unwirtschaftliche (Spezial-) Tiefbaumaßnahmen erforderlich werden.

    Alternativ ermöglichen in-situ Untersuchungen (z.B. mittels Drucksondierung CPTu oder seismischem Flachdilatometer Test SDMT) eine zeit- sowie oftmals auch kosteneffizientere Untergrundcharakterisierung. Bestehende Korrelationen, welche Rückschlüsse von den in-situ Messergebnissen auf die Bodeneigenschaften liefern, führen für die Charakterisierung von Feinsedimenten jedoch noch zu keiner zielführenden Parameterbestimmung. Ungenügende Kenntnisse über die Porenwasserdruckverteilung während der Versuchsdurchführung und der Einfluss möglicher mikrostruktureller Bindungen auf das Eindringverhalten der Sonden sind die zentralen Unbekannten und somit Impuls für vertiefte Forschungstätigkeiten. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine Empfehlung auszuarbeiten, welche eine verbesserte Bestimmung der bodenmechanischen Eigenschaften schluff-dominierter Sedimente basierend auf CPTu und SDMT unter Berücksichtigung der angeführten Effekte ermöglicht.

    Mitglieder der Arbeitsgruppe:

    • Marte Roman (TU Graz, Institut für Bodenmechanik, Grundbau und Numerische Geotechnik)
    • Moser Martin (Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg)
    • Oberhollenzer Simon (TU Graz, Institut für Bodenmechanik, Grundbau und Numerische Geotechnik)
    • Premstaller Michael (Premstaller Geotechnik ZT GmbH)
    • Racansky Vaclav (Keller Grundbau GmbH)
    • Saurer Erich (SKAVA consulting ZT GmbH)
    • Schuller Hartmut (INSITU Geotechnik ZT GmbH)
    • Stauder Stefan (TU Graz, Institut für Felsmechanik und Tunnelbau)
    • Tschuchnigg Franz (TU Graz, Institut für Bodenmechanik, Grundbau und Numerische Geotechnik)
    • Wiltafsky Christoph (GDP ZT GmbH)

    Anmerkung: Die Arbeitsgruppe wird durch ca. 5 weitere Personen, welche ebenfalls Teil des FFG-Forschungsprojekts PITS (Parameteridentifikation mittels insitu Tests in schluff-dominierten Böden) sind, erweitert. Deren Namen werden bis zum Sommer 2021 bekanntgegeben.

    Kontakt: s.oberhollenzer@tugraz.at

    Felsmechanik und Felsbau

    Leiter: Andreas GORICKI
    Stellvertreter: Karl GROSSAUER, Rainer POISEL

    Hohlraumbau

    Leiter: Robert GALLER
    Stellvertreter: Roman HEISSENBERGER, Jürgen VORINGER, Arthur GÖBL

     

    Die Fachsektion arbeitet aktuell an der Erstellung einer Empfehlung zum Thema LIFE CYCLE BETRACHTUNGEN IM TUNNELBAU. Coronabedingt finden die Besprechungen dazu seit ca. 1 Jahr im 2-Monats-Abstand über WEBEX-Videokonferenzen statt.

    Ingenieurgeologie

    Leiter: Christian ZANGERL
    Stellvertreter: Gert FURTMÜLLER, Ewald TENTSCHERT